WOHNHAUS MIT 2 WE, eingefügt in Geländeversprung


Nutzung:                                            Neubau von zwei Wohneinheiten mit mehreren Trennungs- und Erschließungsoptionen. Mehrgeschossiger, hofartiger Garten.
Ort: Grafing b. München (D)
Auftraggeber: Priv. Bauherr
Gebäude: Holzbau, KFW 40+
Jahresprimärenergiebedarf: 16,5 kWh/m²a
Leistung: alle LPH

Konzepte:
 
 
 
Das Grundstück ist charakterisiert durch steile Geländeversprünge entlang zweier Grenzen. Diese Böschungen wurden durch das Gebäude besetzt, womit ein ebenerdiger Zugang, sowohl von der oberen Erschließungsseite (Bergstraße), als auch zum Garten im darunterliegenden Geschoss erreicht wird.

Das untere Sockelgeschoss folgt L-förmig der Geländekante, womit Wohnraum bis zur Nachbargrenze geschaffen wird, ohne Garten-/Freifläche einzubüßen. Die befahrbare Dachfläche verbindet sich mit dem teilweise überdachten Vorbereich entlang der Bergstraße und präsentiert sich als einladender halböffentlicher Raum mit Stellplätze für Pkw´s und Fahrräder, Sitzmauern und Hausbaum.

Das Sockelgeschoss aus Betonwänden funktioniert wie eine Stützwand gegen den Hang und fasst dabei hofartig den Garten. Die Mehrgeschossigkeit auf dieser Seite spiegelt sich besonders durch die ausladende und als Treppe verlängerte Terrasse unter einem enormen Vordach wieder. So entstehen geschützte, besonnte zum Aufenthalt einladende Außenräume

Die Wohnbereiche sind im Erdgeschoss und im seitlichen Ausleger des Sockelgeschosses angeordnet. Diese Bereiche sind durch einen stark belichteten Treppenraum mit geräumigen Dielen verbunden. Die Zimmer sind auf das Dachgeschoss sowie das restliche Sockelgeschoss verteilt. Durch diese Aufteilung und der von unten möglichen Erschließung, ergeben sich verschiedene Trennungsoptionen für bis zu drei abgeschlossene Wohneinheiten.

Das Hauptgebäude mit asymmetrischem Satteldach wurde als Holzständerbau mit einer sägerauen, unbehandelten und schnell vergrauenden Holzverschalung ausgeführt.

Um federnde Holzfußböden zu ermöglichen sind die Flächenheizung weitgehend in den Wänden und Decken integriert. Da die Wärme mit einer Luft-Wasser Wärmepumpe gewonnen wird, ist das Kühlen dieser Bauteile bei Bedarf möglich. Eine zentrale Lüftungsanlage ist mit Enthalpietauscher, Feuchte- und Wärmerückgewinnung ausgestattet. Strom wird durch eine PV-Anlage auf dem Dach erzeugt. Mit dem Produktionsüberschuss wird ein Elektroauto aufgeladen. Kaminöfen können in den Wohnräumen an einen Außenkamin angeschlossen werden. Eine Regenwasserzisterne dient auch einer Grauwassernutzung.

Jahresprimärenergiebedarf: 16,5kWh/m²a